Artenschutz n

Anforderungen, Artenschutzprüfung, Schutzmaßnahme

Windenergie und Artenschutz

Die Windkraft leistet als klimafreundliche Energie einen grundsätzlichen Beitrag zum Erhalt von Arten und ihren Lebensräumen. Für einige Tierarten können Windenergieanlagen aber auch eine konkrete Gefährdung bedeuten. Bereits im Planungsprozess achtet man darauf, diese beiden Faktoren abzuwägen. 

Nicht nur bei der Ausweisung von geeigneten Flächen für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergie gelten hohe Anforderungen an den Artenschutz. Insbesondere im Verlauf der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen sind umfassende artenschutzrechtliche Anforderungen zu berücksichtigen.

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bildet die rechtlichen Grundlagen für den Artenschutz. Paragraf §44 legt die Vorschriften für besonders geschützte Tierarten fest, zu denen heimische Vogel- und Fledermausarten gehören.

Artenschutzprüfung

Sogenannte Artenschutzprüfungen untersuchen, wie ein geplantes Windenergieprojekt sich auf einzelne Vogel- und Fledermausarten auswirken könnte. Die Tierbestände im betreffenden Naturraum werden erfasst, Risiken ermittelt sowie absehbare Störungen von Fortpflanzungs- und Ruhestätten betrachtet.

Im Genehmigungsverfahren eines Windenergieprojekts muss der Antragsteller nachweisen, dass keine signifikanten Gefährdungen für geschützte Tierarten bestehen. Stellt sich im Verlauf der Artenschutzprüfung heraus, dass diese Voraussetzung nicht gegeben ist, darf keine Genehmigung erfolgen.

Schutzmaßnahmen für Fledermäuse und Vögel

Eine angepasste Betriebsführung wirkt potenziell nachteiligen Auswirkungen von Windenergieanlagen entgegen. Dazu dienen verschiedene technische Lösungen zum Schutz von gefährdeten Vogel- und Fledermausarten. 

Gondelmonitoring

Über Abschaltalgorithmen werden die Betriebszeiten so gesteuert, dass die Anlage in den Zeiten höchster Fledermausaktivität automatisch außer Betrieb geht. Typischerweise erfolgt die Entwicklung solcher Algorithmen durch ein Verfahren namens "Gondelmonitoring". Hierbei werden die Aktivitäten von Fledermäusen über einen längeren Zeitraum aufgezeichnet und mit Wetterdaten und anderen Informationen abgeglichen. Dieses Vorgehen ermöglicht eine gezielte Anpassung oder Verbesserung der Algorithmen.

Antikollisionssysteme

Antikollisionssysteme dienen dazu, Konflikte mit windenergiesensiblen Greif- und Großvogelarten zu reduzieren. Diese Systeme, die entweder auf Kamera- oder Radartechnologie basieren, schalten eine Windenergieanlage automatisch ab, wenn sich ein Vogel den Rotoren nähert. Die in verschiedenen Pilotprojekten und Forschungsinitiativen getesteten Technologien haben sich in der Praxis schon bewährt.


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